Die einigende Kraft des Fußballs nutzen

Gemeinsam gegen Rassismus: Stefan Kießling, René Adler und Simon Rolfes (v.l.)
 
Franck flankt, Hamit legt ab, Miroslav macht das Ding. Auf der Tribüne jubeln Karl und Karim, Maike und Mai-Lin, Dieter und Dimitrij. Wenige soziale Räume vereinen so viele Menschen unterschiedlicher Herkunft, Religion, Hautfarbe, Alter oder sozialer Schicht wie der Fußball. Dies wird in vielen tausend Fußballvereinen Woche für Woche gelebt, wird in Deutschland in mehr als hunderttausend Mannschaften ständig praktiziert und setzt sich fort in den Stadien der Bundesliga und 2. Bundesliga. Der Sport und insbesondere der Fußball besitzen eine enorme einigende Kraft. Die Bundesliga-Stiftung möchte diese Kraft direkt und indirekt nutzen, um Menschen anderer Herkunft die Eingliederung in die Gesellschaft zu erleichtern.

Ein Schwerpunkt der Stiftungsarbeit im Bereich Integration liegt dabei auf der Sprachförderung als Grundlage für eine gute schulische Bildung und somit auf der Eröffnung einer fairen Perspektive in unserer Gesellschaft. Fast ein Drittel aller Kinder und Jugendlichen in Deutschland haben einen Migrationshintergrund. Für viele von ihnen ist es schwerer als für ihre Altersgenossen ohne Migrationshintergrund, ihre Talente zu entfalten. Durch eine gezielte Förderung möchte die Bundesliga-Stiftung diesen Kindern die Möglichkeit bieten, sich mit Sprache, Normen und Werten der deutschen Gesellschaft vertraut zu machen, um sich so aktiv in unser Gemeinwesen einbringen zu können.

Wer für den Fußball ist, ist gegen Gewalt! Sicherheit hat im Fußball höchste Priorität. Auch wenn Gewalt ein gesamtgesellschaftliches Problem ist, wird der Fußball zuweilen als Plattform missbraucht. Seit Jahren leistet der organisierte Fußball einen engagierten Beitrag zur Bekämpfung dieses Phänomens, unter anderem, indem er die Fanarbeit unterstützt und kontinuierlich ausbaut. Flankiert wird diese Arbeit nun auch durch die Maßnahmen der Bundesliga-Stiftung. Mit ihren Mitteln werden Projekte gefördert, die dazu beitragen, die Gewaltbereitschaft zur Lösung von Konflikten zu reduzieren. Dabei wird ein besonderer Fokus auf Kinder und Jugendliche gelegt.

So entstand in Kooperation mit der Robert Bosch Stiftung das Projekt "Lernort Stadion", bei dem in Zusammenarbeit mit diversen Bundesliga-Vereinen außerschulische Jugend- und Bildungsarbeit im Umfeld der Fußballclubs angeboten wird.
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