Sprach- und Kompetenzförderung zur Herstellung von Chancengleichheiten und damit zur Integrationsförderung - mit diesem Ziel arbeitet das Mädchenbüro im Frankfurter Stadtviertel Bockenheim. Künftig wird die außerschulische Ganztagesbetreuung von der Bundesliga-Stiftung unterstützt.
Junge Mädchen, die bedingt durch ihre familiäre Situation oder Herkunft benachteiligt sind, erhalten im Mädchenbüro auf sie zugeschnittene Lernangebote und somit die Chance auf einen besseren Schulabschluss. "Auch in Deutschland existiert vor dem Hintergrund von "Herkunft und Geschlecht" oftmals Ungleichheit bei den Entwicklungschancen. Gerade jungen Menschen mit Migrationshintergrund muss eine gute schulische Bildung und damit eine gute Integrationsmöglichkeit in unsere Gesellschaft geboten werden", begründet Kurt Gaugler, Geschäftsführendes Vorstandsmitglied, das Engagement. Ein Großteil der fast 40 im Mädchenbüro angemeldeten Mädchen hat einen Migrationshintergrund oder stammt aus sozial schwachen Familien.
Die Bundesliga-Stiftung stellt dem Mädchenbüro künftig Mittel für die Hausaufgabenbetreuung und Einzelnachhilfe zur Verfügung und ermöglicht so die nachhaltige Finanzierung dieses Bereiches. "Der Aspekt der Langfristigkeit ist für uns entscheidend. Neben Mädchen, die aus einem Elternhaus stammen, in dem keine oder nur sehr rudimentäre Deutschkenntnisse vorherrschen, besucht eine hohe Anzahl unserer Mädchen eine Schule für Lernhilfe. Eine langfristige Beziehung zum Lehrkörper ist für diese Mädchen entscheidend für den Lernerfolg", erklärt Silvia Neubauer, Sozialpädagogin im Mädchenbüro.
Neben der schulischen Bildung legt das Mädchenbüro besonderes Augenmerk auf die Entwicklung von sozialen Kompetenzen sowie die Persönlichkeitsentwicklung der Mädchen, welche über weiterführende Bildungsangebote, gezielte Freizeitaktivitäten und einen geregelten Tagesablauf pädagogisch gefördert werden.