Willkommen im Fußball: Ausbildung zum Junior-Coach

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Der 17-Jährige Seifallah freut sich auf die Ausbildung zum NFV Junior-Coach. © Hannover 96

Im Januar ging die Ausbildung zum Junior-Coach im Rahmen von 96plus bereits zum zweiten Mal an den Start. Zuvor haben schon viele andere Mitspieler von Seifallah die Ausbildung erfolgreich abgeschlossen und werden bereits als Co-Trainer in der 96-Fußballschule und den 96-Fußballcamps sowie als Multiplikatoren und Trainer beim Trainingsangebot für Geflüchtete eingesetzt.

"In meiner Heimat habe ich oft mit Freunden in meiner Freizeit Fußball gespielt", erzählt Seifallah. "Aber so gute Möglichkeiten wie hier gibt es dort leider nicht." Der 17-Jährige macht in Hannover momentan seinen Hauptschulabschluss. Neben dem regulären Sprachunterricht besucht er zweimal pro Woche einen zusätzlichen fußballspezifischen Sprachkurs. Doch vor allem geht es ihm um die Praxis: Eine Ausbildung zum NFV Junior-Coach ist der erste Baustein zur Trainer-C-Lizenz. Im April 2017 wird Seifallah zusammen mit den anderen Teilnehmern seine Ausbildung abschließen.

Was dem jungen Afghanen am Projekt besonders gefällt? "Die Arbeit mit den Kindern – und natürlich der Fußball selbst", sagt er und lächelt über das ganze Gesicht. "Ich interessiere mich sehr für die Arbeit als Trainer: Auch bei einer großen Gruppe weiß er immer, was zu tun ist."

Beim Zweitligaspiel zwischen Hannover 96 und dem 1. FC Kaiserslautern am 30. Januar hat Seifallah gemeinsam mit der WiF-Projektgruppe zum ersten Mal überhaupt ein Spiel in einem großen Stadion erlebt. Seine Augen leuchten noch immer, als er davon erzählt: "Ich würde sehr gerne noch ein Spiel besuchen! Es war ein ganz besonderes Gefühl."

 

Programminformationen

„Willkommen im Fußball“ ermöglicht jungen Geflüchteten bis 27 Jahren durch niedrigschwellige Angebote den Zugang zu Sport und unterstützt so, auch über den organisierten Fußball hinaus, die Integration und das gesellschaftliche Miteinander. Das Programm setzt dabei auf so genannte Willkommenbündnisse. Dahinter steht die Kooperation eines Clubs der Bundesliga oder 2. Bundesliga mit lokalen Bildungsträgern, bürgerschaftlichen Initiativen oder kommunalen Akteuren sowie Amateurfußballvereinen. Neben offener Trainingsangebote oder regelmäßiger Fußballturniere bieten die lokalen Bündnisse auch Kultur-, Bildungs-, Qualifizierungs-, und Vernetzungsangebote an. Mittlerweile sind bundesweit 21 Bündnisse aktiv.

„Willkommen im Fußball“ ist ein Programm der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung, gefördert durch die Bundesliga-Stiftung und die Beauftragte der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration.

Mehr Informationen zum Projekt finden Sie auf www.bundesliga-stiftung.de/willkommen-im-fussball.de.

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Die WiF-Projektgruppe beim 96-Heimspiel gegen Kaiserslautern in der HDI Arena © Hannover 96