DFB und Bundesliga starten Integrationsinitiative mit der Bundesregierung

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Der Deutsche Fußball-Bund und die Bundesliga-Stiftung starten zusammen mit der Bundesregierung eine umfassende Integrationsinitiative. Ab dem kommenden Wochenende wirbt der deutsche Fußball auf vielfältige Weise für ein friedliches Miteinander in unserer Gesellschaft und unterstützt zudem konkrete Hilfe. Im Rahmen der Internationalen Wochen gegen Rassismus wurde heute in Berlin von DFB-Präsident Wolfgang Niersbach sowie Liga-Präsident Dr. Reinhard Rauball und der Beauftragten der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration, Staatsministerin Aydan Özoğuz, ein gemeinsames Aktionspaket vorgestellt. Das Paket sieht unter anderem die Unterstützung von nachhaltigen Projekten zur Integration von Flüchtlingen vor und stellt für diesen Zweck in den kommenden beiden Jahren rund 1,2 Millionen Euro zur Verfügung.

Mehr Informationen zur Initiative unter www.strich-durch-vorurteile.de

oder #StrichDurchVorurteile

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Liga-Präsident Dr. Reinhard Rauball stellte gemeinsam mit Staatsministerin Aydan Özogus und DFB-Präsident Wolfgang Niersbach die Integrationsinitiative vor.

Unter dem Motto „Mach einen Strich durch Vorurteile“ bildet der 26. Spieltag der Bundesliga vom morgigen Freitag an den Auftakt für eine Vielzahl von Aktivitäten. Neben öffentlichkeitswirksamen Maßnahmen in den Bundesliga-Stadien, die ebenfalls beim Länderspiel der deutschen Nationalmannschaft am kommenden Mittwoch gegen Australien sowie in der 2. Bundesliga, der 3. Liga und der Frauen-Bundesliga durchgeführt werden, treten DFB und Bundesliga-Stiftung auch medial für eine verbesserte Integration ein. So engagieren sich die Bundesliga-Profis Ilkay Gündogan, Benedikt Höwedes, Naldo und Änis Ben-Hatira sowie Nationalspielerin Nadine Keßler in TV-Spots, die unter anderem in der ARD, bei Sky und Sport1 geschaltet und auf diese Weise ein Millionen-Publikum erreichen werden.

Gleichzeitig wird mit Aktionsbündnissen konkrete Hilfe im Bereich der Flüchtlingsarbeit geleistet. Dabei beteiligen sich DFB und Bundesliga-Stiftung einerseits und die Integrationsbeauftragte der Bundesregierung andererseits wirtschaftlich jeweils zur Hälfte. So hat die DFB-Stiftung Egidius Braun mit Unterstützung der Nationalmannschaft das Projekt „1:0 für ein Willkommen“ ins Leben gerufen. Hiermit werden bis zu 600 Fußballvereine, die sich für Flüchtlinge engagieren, im Rahmen der Initiative Kinderträume finanziell unterstützt. Die Bundesliga-Stiftung wird darüber hinaus im gesamten Bundesgebiet Willkommensbündnisse zur Schaffung von speziellen Sport- und Bildungsangeboten für Flüchtlinge unterstützen und begleiten. Kooperationspartner ist dabei die Deutsche Kinder- und Jugendstiftung.

Dem deutschen Fußball ist das Thema Integration schon lange ein Anliegen. Bereits 1992 engagierte sich die Bundesliga, damals noch unter dem Dach des DFB, mit der Kampagne „Mein Freund ist Ausländer“. Neben einer Vielzahl an regionalen und lokalen Projekten wurde zuletzt in der Saison 2012/13 ein bundesweites Signal gesetzt, als alle Bundesligisten in Verbindung mit ihren Sponsoren zu Gunsten einer gemeinsamen Aktion mit der „Deutschlandstiftung Integration“ auf Trikotwerbung verzichteten. Seit 2007 verleiht der DFB zusammen mit seinem Generalsponsor Mercedes-Benz den Integrationspreis für vorbildliche Vereins-, Schul- und Projektarbeit. Am kommenden Donnerstag werden die Sieger des Jahres 2014 geehrt.

Mehr Informationen zur Integrationsinitiative des deutschen Fußballs unter www.strich-durch-vorurteile.de. Auf Twitter bündelt der Hashtag #StrichDurchVorurteile die Kommunikation zur Initiative.